Immobilienglossar H-P

 H

Hausgeld bzw. Wohngeld

Monatlich vom Besitzer einer Eigentumswohnung zu zahlender Beitrag für den Verwalter, Hausmeister, die Reinigung des Gemeinschaftseigentums, die Pflege der Außenanlagen, Anliegergebührer, Versicherungen, Fahrstuhl, Antennenanlagen.

Heimfall
Die vertraglich geregelten Voraussetzungen unter denen das Erbaurecht an den Eigentümer zurückfällt.

Herstellungskosten

Aufwendungen, die in engem zeitlichen und sachlichen Zusammenhang mit der Herstellung eines Gebäudes oder einer Eigentumswohnung anfallen.

Hypothek

Grundpfandrecht zur dinglichen Sicherung vor allem von Darlehensforderungen. Im Gegensatz zur Grundschuld ist der Bestand einer Hypothek vom Vorhandensein einer Forderung abhängig. Die Hypothek nimmt bei fortschreitender Tilgung einer Darlehensschuld im gleichen Umfang ab. Bei vollständiger Rückzahlung des Darlehens ist die Hypothek zu löschen. Im Bereich der Baufinanzierung ist die Hypothek mittlerweile jedoch fast vollständig durch die leichter zu handhabende Grundschuld verdrängt worden.

Hypothekendarlehen
Oberbegriff für grundpfandrechtlich gesicherte Darlehen. Obwohl heutzutage zur Sicherung von Baufinanzierungsdarlehen fast nur noch Grundschulden eingetragen werden, bezeichnet man auch dies Kredite nach wie vor als Hypothekendarlehen. Je nach Rangstelle der im Grundbuch eingeräumten Sicherheiten spricht man von einer ,,1a-Hypothek" oder einer ,, 1b-Hypothek".


 I

Instandhaltungskosten
Kosten, die infolge Abnutzung, Alterung und Witterung zur Erhaltung des Gebäudes während der Nutzungsdauer aufgewendet werden müssen (§ 18 Absatz 4 WertV).

Instandhaltungsrücklage
Monatlich vom Besitzer einer Eigentumswohnung zu zahlender Beitrag für fällige Reparaturen am Gemeinschaftseigentum. Die Einzahlungen gehören zum Gemeinschaftseigentum.


 J

Jahresrohmiete
Gesamtes Jahresentgelt für die Überlassung von Wohn- oder Gewerberaum einschließlich der Nebenkosten, mit Ausnahme der Kosten für Heizung, Warmwasserkosten und Aufzugskosten.


 K

Kataster
Das Kataster / Liegenschaftskataster ist ein amtliches Verzeichnis, in dem alle Grundstücksflächen vermessungstechnisch verzeichnet und beschrieben sind.

Kaufvertrag
Jeder Kaufvertrag über Grundstücke und Immobilien muss notariell beurkundet werden. Mit Beurkundung des Kaufvertrages vor dem Notar wird der Käufer verpflichtet, den Kaufpreis zu zahlen, und der Verkäufer, das Eigentum an den Käufer zu übertragen.


 L

Lageplan
Amtliches Dokument, aus dem die Lage und die Grenzen des Grundstücks ersichtlich werden.

Liegenschaftszins
Hierbei handelt es sich um den Zinssatz, mit dem sich der Bodenwert verzinst. Der Liegenschaftszins ist wichtig für die Bewertung einer Immobilie. Gravierende Unterschiede zwischen selbstgenutzten und vermieteten Objekten.

Lineare Abschreibung
Bei der linearen Abschreibung wird der Abschreibungsbetrag mit immer gleich bleibenden Ansätzen über den Nutzungszeitraum verteilt.

Löschungsbewilligung
Die Zustimmung des oder der Berechtigten eines im Grundbuch eingetragenen Rechtes zur Löschung dieses Rechtes. Die Löschungsbewilligung muss öffentlich beglaubigt werden.

Löschungsvormerkung
Die Löschungsvormerkung sichert die künftige Löschung eines Rechtes (z B Hypothek, Grundschuld).


 M

Maklergebür bzw. Courtage
Gebühr für die Vermittlungsdienste eines Maklers. Sie beträgt bei der Vermittlung von Häusern, Eigentumswohnungen und Grundstücken zwischen 3 und 6 %, zuzüglich Mehrwertsteuer. Wie hoch die Courtage ist und wer sie bezahlt (Käufer, Verkäufer oder Teilung) ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich.

Miteigentum
Der Miteigentümer hält in einem festgelegten Verhältnis ("Bruchteile" gemäß Kaufvertrag) Eigentumsanteile an einer Sache. (Eigentumswohnung).

Miteigentumsanteil
Der Miteigentumsanteil ist der jeweilige Anteil am gemeinschaftlichen Eigentum an einer Immobilie (z. B. Eigentumswohnung). Er wird in der Teilungserklärung festgelegt und in Tausendstel ausgedrückt.

Mietspiegel
Methode zur Festlegung von Mieten im frei finanzierten Wohnungsbau. Dabei wird eine ortsübliche Vergleichsmiete als Richtgröße herangezogen, die von den lokalen Marktteilnehmern ermittelt wird.

Mindestansparsumme

Die Bausparkassen legen fest, wieviel Prozent von der Bausparsumme eingezahlt sein müssen, bevor das Darlehen zugeteilt werden kann. Je nach Tarif sind dies 40 oder 50 %. Wichtig: Das Erreichen der Mindestansparsumme reicht für die Zuteilung allein nicht aus. Auch die Bewertungszahl muß stimmen.

Muskelhypothek

Anteil von Eigenleistungen, die der Bauherr selbst, mit seiner Familie, Freunden, Bekannten oder Kollegen beim Hausbau erbringt. Zählt wie Eigenkapital. Der mögliche Anteil der Eigenleistungen ist begrenzt. Über die Qualifikation des Bauherrn oder seiner Helfer zur Ausführung bestimmter Leistungen können die Banken Nachweise verlangen.


 N

Nießbrauch

Grundstückslast zugunsten eines Nießbrauchers. Der Nießbrauch ist ein Nutzungsrecht. Es schränkt die Verwertbarkeit eines Grundstücks erheblich ein. Der Nießbrauch wird im Grundbuch eingetragen.

Nominalschuld

Die Nominalschuld ist der Nennbetrag des Darlehens und maßgeblich für die Berechnung von Zinsen, Tilgung und Bearbeitungsgebühren. Der tatsächlich zur Auszahlung kommende Darlehensbetrag liegt normalerweise unter der Nominalschuld, da hiervon Beträge wie Bearbeitungsgebühr oder Disagio vorher abgezogen werden.

Nominalzins

Zinssatz, mit dem der Darlehensnennbetrag (Nominalschuld) zu verzinsen ist. Bestimmt die Höhe der laufenden Zinsraten. Der Nominalzins gibt keine Auskunft über die tatsächliche Belastung aus einem Kredit. Hierzu muß der Effektivzinssatz betrachtet werden, in den weitere preisbeeinflussende Faktoren einfließen, wie z. B. Zinsbindungsfrist, Disagio, Ratenzahlungs- und Verrechnungstermine.

Notar
Eine von der Justiz öffentlich bestellte Person, die insbesondere zur öffentlichen Beurkundung und Beglaubigung berechtigt ist.

Notaranderkonto
Konto eines Notars, über das die Zahlungen für Immobilienkäufe abgewickelt werden.

Notargebühr
Für die notarielle Beurkundung des Kaufvertrages und die notwendige Vertragsdurchführung sind Gebühren an den Notar zu zahlen. Diese kann der Notar nicht willkürlich festlegen, sondern nur entsprechend einer bundesweit einheitlichen Ordnung (KostO). Die Notargebühren liegen bei ca. 1 % des Kaufpreises.

Nutzfläche
Die Nutzfläche ist Teil der Grundfläche (Gesamtfläche eines Gebäudes), der nicht zu Wohnzwecken bestimmt ist.


 P

Parzelle
Durch Vermessung festgelegtes Grundstück oder Grundstücksteil. Die Parzellen sind im Lageplan numerisch gekennzeichnet.

Prolongation
Verlängerung der Kreditlaufzeit. Nach Ablauf der Zinsbindungsfrist wird das Darlehen den dann gültigen Konditionen angepaßt. Auch für die Prolongation sind die Banken verpflichtet, den Effektivzins anzugeben.

Dataroom
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